BERICHTE

Halbironman Rapperswil

Am vergangenen Sonntag startete ich in der F-PRO Kategorie am Halbironman Rapperswil-Jona. Endlich wieder einmal ein Ironman Rennen :-) und es ist mir gerade recht, ist es (noch) nicht über die volle Distanz. Das Elitefeld der Frauen (wie auch jenes der Männer) war sehr stark besetzt, deshalb rechnete ich mir auch nicht wirklich Chancen aus, meinen Top 5 Rang von 2019 verteidigen zu können. Dennoch wollte ich einfach mein Bestes geben, schauen was nur 10 Tage nach dem harten Triathlon Alpe d'Huez drin liegt.

Der startschuss für das FPRO Feld fiel um 7.57 Uhr, es war kühl und leicht regnerisch. Das alles war kein Problem, was mir Sorgen bereitete war der nur 16 Grad kalte Zürichsee.... der Startschuss fiel und das PRO Feld schwamm los als ginge es um Leben und Tod :-) naja, mein Ziel war es die Lücke möglichst klein zu halten, sodass ich auf meinen deutlich besseren Disziplinen (Velo und Laufen) Gas geben konnte. Jedoch hatte ich bereits beim Schwimmen grosse Mühe mit dem Atmen im kalten Wasser, musste einige Male anhalten und nach Luft schnappen. So konnte ich nicht so schwimmen wie ich eigentlich wollte. Dennoch war ich überrascht, gar nicht mal sooo langsam gewesen zu sein, und sogar noch knapp 3 Minuten schneller als im Jahr 2019. Yesss, endlich aus dem Wasser und auf die zwei Räder!!! Naja, der Start war mehr als holprig. Ihr lacht jetzt, aber ich verlohr tatsächlich ein Veloschuh als ich aufsteigen wollte!!!! Ich fühlte mich wie Aschenputtel :-) im Nachhinein kann ich darüber lachen, aber am Rennen war es nicht so lustig. Ich musste das Velo hinstellen, den Schuh holen gehen, ihn wieder einklicken, aufsteigen und hatte gefühlt ewigs lange, meine nassen Füsse in die Schuhe zu befördern.... Meli nutzte die Gunst der Stunde und überholte mich bei diesem Manöver :-) aber das war mir eigentlich noch Recht, so war ich nicht alleine auf dem Velo unterwegs. Ich hatte sie immer in Blickweite und versuchte, nicht zu überpacen, sondern kontrolliert zu fahren. Auch bergauf versuchte ich nicht voll rein zu gehen sondern meine Kräfte zu sparen, da es auch dauerte bis die kalten Muskeln richtig warm wurden. Dennoch fühlte ich mich von Anfang an nicht parat auf dem Velo, konnte nicht recht pushen und verlor auf der zweiten Runde auch Melanie Maurer aus dem Sichtfeld. Auf der zweiten Runde waren dann die später starteten Agegroup Athleten ebenfalls auf der Radstrecke, immerhin nicht mehr alleine :-) naja, meine Radperformance war alles andere als so wie ich es mir vorgestellt hatte, ich konnte keine einzige Athletin aus der PRO Kategorie ein- und überholen. So blieb nur noch die Hoffnung, beim Laufen den einen oder anderen Rang aufzuholen. In die Wechselzone rein (ohne Schuhverlust), in die Laufschuhe rein (wieder ohne Schuhverlust juhui) und ab die Post!!!! Aber was war denn das?! Meine Beinchen fühlten sich putzmunter an, richtig stark und frisch, fast als ob ich vorhin keine 90km radgefahren wäre... es galt 3 Runden zu absolvieren (total ca 22 km). Die ersten beiden Runden war ich fast am Fliegen! Ich konnte richtig Gas geben und fühlte mich gut. So konnte ich auch noch Athletinnen meiner Kategorie überholen, und auch der Abstand zu Meli blieb konstant gleich bei ca. 1 Minute, und das obwohl sie doch die bessere Läuferin ist als ich. Dies motivierte mich natürlich :-) auf der dritten Runde hatte ich zwar etwas an Tempo eingebüsst, konnte aber am Schluss nochmals Gas geben und richtig Ziel spurten. Naja, der 11. Schlussrang war sicher nicht das, was ich mir erhofft hatte. Jedoch angesichts der Umstände und des wirklich TOP besetzten Elitefeldes mit der Siegerin Daniela Ryf war es eigentlich ganz okay.


Nun freue ich mich aber auf mein absolutes Lieblingsrennen am nächsten Samstag: Inferno Triathlon :-) endlich wieder mal ein Rennen mit anständig Höhenmetern!!!! ;-)




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