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© 2019 PETRA EGGENSCHWILER

BERICHTE

Fussoperation und Saison auf Eis gelegt...

April 7, 2017

Leider ist es jetzt doch soweit.. ich muss das Morton Neurom (eine Verdickung im Nerv im Vorfuss zwischen dem 2. Und 3. Zeh) raus operieren lassen. Ich wusste, dass es ein Risiko ist die Saison zu starten und zu hoffen, dass es einigermassen geht und ich mich erst im Winter dann unters Messer legen könnte. Jedoch ist es jetzt plötzlich so schlimm geworden, dass mir jeder einzelne Schritt weh tut. Es ist ein Schmerz im Vorfuss, welcher in den mittleren Zeh „elektrisiert“. Nun denkt ihr sicher, so ein „Huhn“, sie hätte es doch besser im Winter 16/17 raus operiert! Ja das ist so, jedoch gibt’s auch eine Story dahinter, welche ich kurz (für die die es interessiert) schildern möchte:

 

Es fing eigentlich damit an, dass der mittlere Zeh am linken Fuss ab und wann schmerzte, v.a. nach längeren Läufen und Velofahrten, v.a. bei warmen Temperaturen. Letztes Jahr war es manchmal so, dass ich vom Velo steigen oder beim Laufen anhalten, Schuh ausziehen und den Fuss massieren musste. Dies sogar an der Duathlon Langdistanz EM 2016! Bei den kürzeren Rennen war es meistens Okay, manchmal war ein Taubheitsgefühl da, oder ein „Surren“, manchmal auch ein leichter Schmerz aber von der Distanz her waren die Kurzdistanz Rennen (Duathlons, Bergläufe, Läufe) für mich optimal. Deshalb setzte ich auch vermehrt auf Bergläufe bis 13km und auf Duathlons mit beispielsweise 5 / 20 / 5 Distanzen. Trotzdem hab ich mich auch an längere Rennen gewagt, wie beispielsweise der Jungfrau Marathon. Ich spürte den Fuss zwar aber es war ein Schmerz der aushaltbar war, darum auch das Top Resultat und die Top Platzierung (5. Rang der Frauen) :) beim Inferno Triathlon waren die Schmerzen beim Laufen aufs Schilthorn jedoch sehr gross, wie auch beim Stockhorn Halbmarathon, obwohl ich bei letzterem mit persönlicher Bestzeit siegte. Wie gesagt, es ging manchmal besser, manchmal schlechter. Ich hatte eine wirklich TOP Saison 2016 (Schweizermeistertitel Duathlon, Vize-Schweizermeistertitel Berglauf, 5. Rang Jungfrau Marathon, Marathon Vize-Schweizermeisterin, ProDuathlon Gesamtsiegerin, etc. etc.) obwohl ich in einigen Rennen sicherlich schneller gewesen wäre mit einem gesunden Fuss. Ich hab vor einem Jahr ein MRI machen lassen mit der Diagnose Morton Neurom, wie bereits erwähnt eine Verdickung im Nerv im Vorfuss.

 

Okay, was kann man dagegen machen? Im Prinzip gibt’s da 3 Optionen: 1. Einlagen, man bekommt das Morton nicht weg aber Einlagen können den Schmerz nehmen. 2. Kortison, kann die Entzündung abschwellen lassen. 3. Operation, bei welcher der Nerv raus kommt. Mein Weg war folgender: Zuerst liess ich mir Einlagen machen, die waren definitiv für die Katz und gar nicht richtig auf das Morton Neurom Problem abgestimmt. Die Kortisonspritze wollte ich lange nicht machen lassen, weil ich viel Schlechtes von Kortison gehört habe, obwohl die Menge ja sehr klein ist und nur eine Infiltration. Schlussendlich konnte ich mich aber dazu motivieren zu einem Fussspezialisten zu gehen. Er schaute sich das MRI an, wo die Diagnose „Morton Neurom“ bereits stand, und sagte es sei KEIN Morton Neurom. Es sei etwas Flüssigkeit im Zeh und da mache er keine Kortisonspritze. Okay, ich glaube es ihm weil er war ja ein Fussspezialist! Was man dagegen machen kann konnte er mir auch nicht sagen… OK, Kein Neurom, und keine Ahnung was machen. Jedoch gab ich mich mit der Diagnose nicht zufrieden, ich spürte dass etwas mit dem Nerv nicht stimmt denn die Schmerzen waren ja nicht nur im Zeh sondern auch im Vorfuss, mit Taubheitsgefühlen im Zeh. Der Chefarzt von SwissTriathlon empfahl mir eine Zweitmeinung einzuholen und das tat ich auch. Der „neue“ Fussspezialist sah sich das MRI an, sah sich mein Fuss an und sagte sofort das sei 120%ig ein Morton Neurom. Okay jetzt hatte ich einfach sehr viel Zeit verloren weil ich mich auf eine Fehldiagnose verlassen hatte. Nun ging ich zu meiner Sportärztin und sie machte mir die Kortisonspritze, obwohl es ziemlich sicher nichts bringen würde da, gemäss Fussspezialist, mein Morton bereits zu gross sei. Aber versuchen solle ich es trotzdem. Bis man wirklich sagen kann ob Kortison etwas bringt muss man ca. 8 Wochen warten, und das tat ich auch. Nach 8 Wochen konnte ich auch sagen dass es genau gar nichts gebracht hat. Mein Morton Neurom schmerzte ab Januar stärker. Einmal joggte ich mit meinem Freund aufs Stockhorn und es ging super, fast kein Schmerz nur ein „Surren“. Dann jedoch als wir vom Bahnhof nach Hause gingen (nicht rannten), fing es an extrem zu schmerzen. Ich konnte nur noch humpeln und den Fuss in keiner Weise mehr belasten. Das war im Januar und ich war mir sicher, das Morton muss raus! Ich hatte schon angerufen für einen Termin, jedoch war die Praxis geschlossen. Dann bekam ich nochmals einen Tipp von einem super Orthopäden, welcher bereits Einlagen für Leute mit einem Morton Neurom gemacht hatte und diese dann beschwerdefrei waren. Okay, weg kriegt man es nur mit der OP aber ich dachte mir wenn ich die Schmerzen einigermassen in den Griff bekomme dann kann ich damit leben, schliesslich war eine OP das letzte was ich wollte (wird ja doch ein Nerv entfernt!). Ich liess mir die Einlagen machen und ich muss zugeben, ich hatte schon einige Einlagen in meinem Leben, wenn auch nie lange, da bis jetzt keine Einlage was gebracht hatte. Diese jedoch waren super, im gegensatz zu der vorherigen waren diese an der Stelle des Mortons sehr weich und sonst stabil. Ich war gespannt wie es sein wird und tatsächlich, die Schmerzen waren viel weniger. So lief ich nun endlich wieder fast schmerzfrei durch die Gegend und war super happy! Ich konnte es kaum glauben dass es doch Einlagen gab die etwas nützten ;-) so ging das nun ca. 1.5 Monate, danach wurde es wieder schlimmer. Die bisherigen drei Rennen waren auch eher schlecht als recht, nach dem Zieleinlauf beim Kerzerslauf humpelte ich nur noch. Vergangenes Wochenende wurde es jedoch noch schlimmer. Mein Fuss begann bei einem Lauftraining wieder höllisch zu schmerzen, obwohl ich in letzter Zeit nur sehr selten gelaufen bin. Es war so schlimm wie nie zuvor, mir tut jetzt jeder Schritt weh und dieser elektrisierende Schmerz vom Vorfuss in den Zeh ist nicht nur schmerzhaft sondern auch sehr unangenehm und komisch. Das einzige was noch mehr oder weniger schmerzfrei geht ist rennvelofahren mit Gel Pads unter den Sohlen.

 

So kann es nicht weitergehen. Ich meldete mich für die OP an, diese wird am 11.4.17 stattfinden. Bis ich wieder langsam mit joggen beginnen kann werden 4-6 Wochen vergehen, je nach Heilprozess. Schwimmen wird so nach ca. 2 Wochen wieder möglich sein, Velofahren auch aber nur auf der Ferse, ohne Klick. Das Trainingslager in Kroatien musste ich leider absagen, wie auch die Duathlon EM in Soria (Spanien) Ende April. Es tut sehr weh, hab ich mich doch so sehr auf die geplanten Rennen gefreut (Duathlon EM, GP Bern, Bergläufe, Duathlons, etc.) und auch auf dem Velo läuft es mir momentan wieder super und ich wäre parat! Die Gesundheit ist jedoch wichtiger und ich hoffe, danach wieder richtig zuschlagen zu können und das OHNE Schmerzen :) Was an Rennen möglich sein wird lasse ich mir total offen. Ich laufe erst wieder wenn der Arzt zu 150% das OK gibt und ich mich gut fühle.

 

Es ist natürlich sehr schade, hab ich nicht im Winter operieren können. Jedoch verlor ich sehr viel Zeit mit der Fehldiagnose. Danach wollte ich natürlich alles probieren und entschied mich zuletzt auch für die Einlagen. Ob das schlussendlich ein Fehler war weiss ich nicht. Nun ist es halt so und ich versuche das Beste aus der Situation zu machen und hoffe natürlich, dass die OP gut verläuft und ich wieder zu 150% fit werde :)

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