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© 2020 PETRA EGGENSCHWILER

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Veloreise Tag 8: Aigle - Solothurn

Der heutige 8. und letzte Velotag begann entgegen aller Meteoprognosen für die Region Aigle trocken und eher freundlich. So entschied ich mich, nach einem guten und reichhaltigen Schweizer Zmorge den letzten Velotag früh anzutreten. Die anfänglichen guten Bedingungen wichen aber bald dem Regen, Nebel und Kälte. Der Pass zog sich ewig lang, die Passhöhe wollte nicht kommen. Die Schneemassen abseits der Strasse wurden mächtiger und der Regen ging in Schnee über. Durchnässt und frierend erreichte ich die Passhöhe, knipste ein Foto, wechselte ein paar Worte mit einem verblüfften Skifahrer (!) und zog regentaugliche Kleidung für die Abfahrt an. Unter den nassen Handschuhen sorgten Gummiputzhandschuhe für trockene Hände. Die Abfahrt war der absolute Horror. Sie zog sich noch ewiger als die Auffahrt, und ich mein Velo schlotterte mit mir mit. Gefühle in den Händen hatte ich nicht mehr, hoffte nicht bremsen zu müssen. Total durchgefroren und nass erreichte ich Broc und dort ein Tea-Room. Meine Rettung! Keinen Meter weiter! Nach 2 Milchkaffees und rund 30 Minuten in der Wärme war ich wieder halbwegs fahrtauglich. Nun zog ich fast mein gesamtes, trockenes Kleiderrepetoire an, Plastiksäcke unter die nassen Veloschuhe (ja der gute alte Plastik ist nicht in allen Bereichen schlecht) und fuhr weiter. Weiter Richtung Sonne und Richtung Murten, wo mein Freund mich mit dem Velo abholte, um mich die letzten rund 60 Kilometer zu begleiten. Die Temperaturen und das Wetter waren nun wieder richtig velotauglich, zum geniessen. In Murten wurde ich allerliebst begrüsst und ich war froh, endlich wieder eine Begleitung zu haben. Auf hügeligen Nebenstrassen ging‘s Richtung Heimat. Endlich geschafft, Solothurn erreicht! Nach 8 Velotagen mit 1577 km und 21434 Höhenmetern war ich zurück, stolz und müde zugleich.

Die Veloreise war voller wunderbarer und toller Erlebnisse. Mit dem Velo herumzureisen ist eine super Gelegenheit, alle Eindrücke richtig aufnehmen zu können. Das grösste negative Erlebnis erlebte ich, als meine Sprintqualitäten aufs Äusserste getestet wurden. Wären diese Sprintfähigkeiten nicht mehr intakt, hätte ich jetzt ein Waden-Tattoo von einem äusserst bissigen Hund... aber ganz klar, die positiven Erlebnisse machen auch das wieder gut :-)





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