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Challenge Davos Triathlon - Rennabbruch

Vorgestern Freitag reiste ich mit meinen Eltern nach Davos, um gestern Samstag am Challenge Davos Triathlon über die Mitteldistanz zu starten. Das hätte bedeutet: 1.9km schwimmen im Davosersee, ca. 54km Velo (2x auf den ca 2460 m ü. M. gelegenen Flüelapass) und zum Schluss noch einen coupierten Halbmarathon (21.1km) laufen. Die Vorfreude auf den ersten Triathlon dieses Jahres war gross, der Hauptgrund für meine Teilnahme war natürlich die Bergvelostrecke :-) ein weiterer Grund war das top besetzte PRO Feld. Da es momentan kaum Rennen gibt, konnte man sich mit den allerbesten Athletinnen messen. Auch ich hatte die Ehre, bei den PRO Frauen starten zu dürfen.

Zum Wetter: Die Prognosen waren alles andere als rosig. Heftiger Regenfall, Temperaturen von 8 Grad in Davos bis zu 3 Grad auf dem Pass wurden vorausgesagt. Die Wassertemperatur war mit 17 Grad vergleichsweise „warm“. Trotzdem, total durchnässt aufs Velo zu steigen, Jäckli hin oder her, und dann vorallem 2 x die Abfahrt vom Flüelapass, das bereitete sogar mir sorgen. Ich darf mich sonst eigentlich zu den wetterfesten Triathleten zählen, da ich weder Rolle noch Smarttrainer und schon gar kein Laufband besitze, und wenns regnet dann regnets halt. Doch runter vom Pass, schlotternd, total unterkühlt, dann noch laufen... wie soll das gehen? Nun die Entscheidung wurde uns abgenommen...


Der Startschuss am See für die PRO Männer und PRO Frauen fiel um 10.45 bzw 10.47 Uhr. Da ich ja bekanntlich die allerbeste Schwimmerin bin, konnte ich voll mitschwimmen (Ironie Ende ;-) ). Spass bei Seite. Für mich fängt ein Triathlon Rennen im Velosattel an. Beim Schwimmen versuch ich stets, die Lücke zu den Topschwimmerinnen so klein wie möglich zu halten. Dieses mal (mit Startschwierigkeiten) lief es mir jedoch recht gut. Ich konnte sogar eine Konkurrentin überholen! So war ich topmotiviert für das Rennen. Etwa in der Mitte der Schwimmstrecke kamen zwar unruhige Verhältnisse auf. Dauerregen war sowieso immer ein Thema, aber dann peitschten einem plötzlich Wellen ins Gesicht. Dass es Donner und Blitze gab, wusste ich zu der Zeit nicht. Als ich endlich aufs Ziel aus dem Wasser zuschwomm gab ich nochmals Gas. Kurz nach dem ans Land steigen jedoch winkte der Schiri ab und verkündete den Rennabbruch. Es zogen üble Gewitter über Davos und den Pass, welche die Sicherheit der Teilnehmenden und Helfenden gefährdet hätte. Enttäuscht aber mit vollstem Verständnis akzeptierte ich natürlich den Entscheid. Am meisten leid tun mir nun die Organisatoren und unzähligen freiwilligen Helferinnen und Helfern, welche alles gegeben und unzählige Stunden investiert haben... aber für das Wetter kann leider niemand etwas. Und irgendwo in mir gab es auch eine kleine Ecke, welche erleichtert war. Weil selbst ich solche Velobedingungen ohne trockene und warme Kleider im Rucksack noch nie erlebt hätte.


Ein RIESEN DANKESCHÖN an meine Eltern, welche in der Kälte und Nässe ausharrten und mich begleiteten, und an alle vom OK und allen freiwilligen Helferinnen und Helfern für euren Top Einsatz! :-) Ich hoffe sehr, nächstes Jahr werdet ihr mit der allerschönsten Bergkulisse verwöhnt!




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